Webcast oder Webinar

Die Begriffe Webcast und Webinar werden häufig synonym verwendet. Allerdings lässt schon die Zusammensetzung der Begriffe vermuten, dass es Unterschiede gibt. Welche dies sind, haben wir hier für Euch dargestellt:

Der Webcast: Große Veranstaltungen für alle

Der Begriff Webcast setzt sich aus den Begriffen Web und (Borad)cast zusammen und bezeichnet die Übertragung von Video über das Internet an eine große Anzahl von Teilnehmern. Die Kommunikation erfolgt nur in eine Richtung, das Publikum liefert also keine Beiträge.

PC mit Referent, viele Pfeile nach rechts zu vielen Köpfen

Ein Webcast ist nach der Erstausstrahlung oftmals mehrere Monate oder sogar Jahre als Aufzeichnung im Internet abrufbar, wodurch er gerade bei Themen geeignet ist, die nicht so schnell ihre Aktualität verlieren.

Webcasts enthalten in der Regel Video-/Audiostream und bei Vorträgen Präsentationsslides. Webcasts werden häufig genutzt um hochkarätige Vorträge oder universitäre Vorlesungen einer größeren Teilnehmerzahl zugänglich zu machen. Als Hybridveranstaltungen werden oftmals auch große Veranstaltungen zusätzlich als Webcast übertragen um die Reichweite zu steigern.

In der Medizin werden beispielsweise auf diese Weise Vorträge von großen, weltweiten Kongressen den “daheimgebliebenen” Medizinern zugänglich gemacht.  Auch Experteninterviews erfreuen sich über Webcasts großer Beliebtheit.


Das Webinar: Das Online Seminar

Der Begriff Webinar setzte sich aus den Begriffen Web und (Sem)inar zusammen. Webinare haben also den Charakter eines klassischen Seminars, welches über das Internet gehalten wird.

Sie richten sich an eine deutlich kleinere Teilnehmeranzahl als Webinare. Durch den Trainings- oder Schulungscharakter hat die Interaktion mit den Teilnehmern eine größere Bedeutung. Über Umfragen und Abstimmungen lernen sich Referent und Teilnehmer kennen. Der Referent kann den Inhalt so besser auf seine Teilnehmer zuschneiden. Über den Chat können zudem Verständnisfragen gestellt werden.

Nicht immer ist der Referent im Video zu sehen, teilweise wird auch nur rein Standbild oder sogar nur eine Präsentation eingeblendet und der Referent kommuniziert nur über Audio.

PC mit Referent, weniger Pfeile nach rechts zu weniger Köpfen, Pfeile gehen auch zurück.

Ein Webinar findet wie ein klassiches Seminar zu einem bestimmten Zeitpunkt statt. Die Teilnehmer melden sich an und erhalten einen Link über den sie den Zugang erhalten.

Webinare werden oftmals für die Lehre und Schulungen  oder Produktvorstellungen genutzt. Auch im Bereich der Beratung erfreuen sich Webinare zunehmender Beliebtheit, da sie die Möglichkeit bieten, einen Interessentenkreis in das Thema einzuführen und eine kostenlose Erstberatung durchzuführen um dann darauf aufbauend weitere Maßnahmen zu verkaufen. Das Webinar eignet sich selbstverständlich ebenfalls für Experteninterviews, wenn diese eher einem kleineren Teilnehmerkreis zugänglich gemacht werden sollen oder auch Rückfragen an den Experten gestellt werden dürfen.

Fazit

Zwischen Webcast und Webinar gibt es also per definitionem Unterschiede. In der Praxis finden sich auch immer wieder Mischformen dieser beiden Kategorien. Bei der Planung eines Webcast oder Webinars hilft es jedoch, sich über die Kriterien der beiden Kategorien wie Teilnehmeranzahl und Interaktivität frühzeitig Gedanken zu machen, da diese unter anderem bei der Auswahl einer geeigneten Software, aber auch bei der Wahl der notwendigen Bandbreite von Bedeutung sind.

In den folgenden Beiträgen werden wir uns damit näher beschäftigen.

 

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